Bindungstheorie

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Die Bindungstheorie basiert auf einer emotionalen Sichtweise der frühen Mutter-Kind-Beziehung und geht davon aus, dass Menschen ein angeborenes Bedürfnis nach engen Beziehungen zu ihren Mitmenschen haben.
Der Säugling entwickelt eine spezielle Beziehung zu seinen Eltern oder zu einer anderen Bezugsperson, bei der er im Falle von vorhandener oder empfundener Gefahr Schutz und Beruhigung suchen kann.
Früher wurde davon ausgegangen, dass eine Bindung zu einer zentralen Bezugsperson, zumeist die Mutter, essentiell für den Aufbau weiterer Bindungen sei. Neuere Forschungen haben jedoch ergeben, dass Kinder in der Lage sind, intensive Bindungen zu mehreren Personen zu bilden, etwa wenn sich zur Mutter noch eine Tagesmutter gesellt. Hierbei nimmt das Kind eine Unterscheidung zwischen den verschiedenen Personen vor.
Bezüglich der Unterbringung eines Kindes in einer Kita bestanden lange Zeit Zweifel an der Bindungsqualität. Allerdings scheinen selbst sehr kleine Kinder in der Lage zu sein, die Bindung zu einer Betreuungsperson in einer Kita auf einen funktionalen Aspekt zu reduzieren. Sie nehmen ihre zentrale Bindungsperson weiter als solche wahr, sofern zu dieser eine sichere Bindung besteht. Daher gelingt die Eingewöhnungsphase in eine Kita besser, wenn die Kinder zunächst von einer Bezugsperson, etwa Mutter oder Vater, begleitet wird.

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