Artikel unter 'Kita-Auswahlkriterien'

Kitaplatz – was muss man in Kauf nehmen?

Viele Eltern stellen sich die Frage, was man in Kauf nehmen muss, wenn man einen Kitaplatz angeboten bekommt.

Der angebotene Kitaplatz muss “bedarfsgerecht” sein, sowohl in zeitlicher als auch in räumlicher Hinsicht.

Es gilt das Prinzip der Wohnortnähe. Der Kitaplatz muss vom Wohnsitz des Kindes in vertretbarer Zeit erreichbar sein. Man geht in der Regel von der nächsten gelegenen Einrichtung am Wohnort des Kindes aus. Von der Rechtsprechung wurden ca. 30 min als Zumutbarkeitsgrenze festgelegt.

Der zeitliche Umfang einer Betreuung richtet sich nach dem individuellen Bedarf des Kindes. Die Ausbildung sowie die Berufstätigkeit der Eltern spielen dabei eine wichtige Rolle. Der individuelle Bedarf des Kindes sollte bei der Antragstellung für einen Kitaplatz immer möglichst konkret und nachvollziehbar angegeben werden.

Rechtsanwältin Magdalena Gediga

 

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Weiterbildung und Supervision der Betreuer

Die Betreuer sollten angemessene Möglichkeiten zur Weiterbildung haben.
Zudem wird eine Supervision empfohlen. Diese dient der Entwicklung neuer Handlungsstrategien und Lösungsansätze, indem Probleme aus anderen Blickwinkeln betrachtet und Veränderungsprozesse initiiert werden. Den Betreuern werden dabei keine verbindlichen Strategien vorgegeben, sondern sie werden in der selbstständigen Entwicklung von Lösungen unterstützt. Sie bietet den Betreuern die Möglichkeit, ihre Arbeit zu reflektieren und stellt somit ein Mittel zur Qualitätssicherung der Betreuung in der Kita dar.

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Bindungstheorie

Die Bindungstheorie basiert auf einer emotionalen Sichtweise der frühen Mutter-Kind-Beziehung und geht davon aus, dass Menschen ein angeborenes Bedürfnis nach engen Beziehungen zu ihren Mitmenschen haben.
Der Säugling entwickelt eine spezielle Beziehung zu seinen Eltern oder zu einer anderen Bezugsperson, bei der er im Falle von vorhandener oder empfundener Gefahr Schutz und Beruhigung suchen kann.
Früher wurde davon ausgegangen, dass eine Bindung zu einer zentralen Bezugsperson, zumeist die Mutter, essentiell für den Aufbau weiterer Bindungen sei. Neuere Forschungen haben jedoch ergeben, dass Kinder in der Lage sind, intensive Bindungen zu mehreren Personen zu bilden, etwa wenn sich zur Mutter noch eine Tagesmutter gesellt. Hierbei nimmt das Kind eine Unterscheidung zwischen den verschiedenen Personen vor.
Bezüglich der Unterbringung eines Kindes in einer Kita bestanden lange Zeit Zweifel an der Bindungsqualität. Allerdings scheinen selbst sehr kleine Kinder in der Lage zu sein, die Bindung zu einer Betreuungsperson in einer Kita auf einen funktionalen Aspekt zu reduzieren. Sie nehmen ihre zentrale Bindungsperson weiter als solche wahr, sofern zu dieser eine sichere Bindung besteht. Daher gelingt die Eingewöhnungsphase in eine Kita besser, wenn die Kinder zunächst von einer Bezugsperson, etwa Mutter oder Vater, begleitet wird.

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Betreuungsschlüssel

Der Betreuungsschlüssel spiegelt das Verhältnis zwischen Betreuern in der Kita und den zu betreuenden Kindern wider. Von Experten wird eine Betreuungsschlüssel bezüglich des Personals in Kinderkrippen von einer Quote von maximal drei Kleinkindern je ausgebildete Fachkraft verlangt. Streit wird künftig im Rahmen von Gerichtsverfahren entstehen, ob die Fachkräfte entsprechend ausgebildet sind und ob die Gemeinde von der Quote von maximal drei Kleinkindern pro ausgebildete Fachkraft abweichen kann.

Prof. Dr. Thieler
Rechtsanwalt

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Qualifizierte Betreuer

Die Betreuer in Ihrer Kita sollten auf jedes Kind individuell eingehen können. Dazu gehört auch die Berücksichtigung der jeweiligen Interessen und Bedürfnisse der einzelnen Kinder. Diese sollten von den Betreuern ihrem Alter gemäß behandelt sowie in allen Tätigkeiten eingebunden und unterstützt werden. Zudem sollten die Betreuer angemessen auf das Tun der Kinder reagieren und deren Erfahrungen interessiert widerspiegeln.

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Kontakt mit den Eltern

Seitens der Kita sollte der Kontakt mit den Eltern gesucht werden, beispielsweise über Elternabende oder ähnliche Veranstaltungen. Eine regelmäßige Rücksprache bezüglich der Entwicklung Ihres Kindes wird empfohlen.

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Spielmöglichkeiten

In der Kita sollten ausreichend Spielmöglichkeiten für Ihr Kind vorhanden sein, die dem Alter und den Interessen Ihres Kindes entsprechen.

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Teilnahme der Kinder am Alltag

Die Kinder sollten in den Alltag eingebunden werden, beispielsweise über gemeinsames Zubereiten der Mahlzeiten oder über die Gestaltung der Angebote in der Kita.

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Kooperationen und Angebote

Empfehlenswert ist eine Kooperation mit anderen Einrichtungen, z.B. Vereinen, sowie die Bereitstellung weiterer Angebote für Ihr Kind. Dabei kann es sich beispielsweise um das Erlernen eines Musikinstruments handeln.

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Einrichtung und Ausstattung

Besonderes Augenmerk bei der Einrichtung sollte auf der Sauberkeit der Sanitäranlagen sowie der Räume allgemein liegen. Eine Außenanlage zum Spielen ist sinnvoll. Des Weiteren sollte es Plätze geben, wo sich die Kinder zurückziehen können.

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